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Schüleraustausch

- Fassade der Lokalzeitung

- ...das Bredeick-Lang-Haus.

- Feuer in der East Fifth Street bei Baked To Perfection

- Jubiläumstorte '10 Jahre Partnerschaft' beim Festakt in der Knights of Columbus Hall am 20.10.2009, kunstvoll gestaltet von Baked To Perfection nur einen Tag nach dem Brand!

- 'Turnvater' Jahn lässt grüßen! Corner Stone am neuen Sporttrakt von DSJ
für Schülerinnen und Schüler des Verler Gymnasiums
Der Aufenthalt in Delphos, USA hat schon eine recht lange Tradition. Wenngleich sich die Bedingungen immer wieder geändert haben mögen, ist der Grundgedanke derselbe geblieben: Die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden der besseren Lesbarkeit halber nur noch "Schüler" genannt, ohne damit eine Diskriminierung ausdrücken zu wollen) reisen im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Verl und Delphos zu Beginn des 10. Schuljahres in die USA, werden dort in Familien aufgenommen und gehen zur ST. JOHN'S HIGH SCHOOL, einer der beiden Highschools in Delphos. Delphos ist sehr ländlich im Nordwesten Ohios gelegen, etwa je zweieinhalb Autostunden von den Flughäfen Detroit (Michigan) bzw. Columbus (Ohio) entfernt.
Grundsätzliches
Auch nach Einführung der achtjährigen Gymnasiallaufbahn (G8) ist die Teilnahme am Delphos-Austausch weiterhin möglich. Die Aufenthaltsdauer beträgt 4 Monate, in der Regel von Anfang August bis Anfang Dezember. Die Rückreise liegt auf jeden Fall nach Thanksgiving (vierter Donnerstag im November). Die Schüler bekommen im Normalfall ein so genanntes "I-20 form", das die Visumformalitäten beim US-Konsulat sehr vereinfacht. Genauere Informationen zur USA-Einreise finden Sie auf den Internetseiten der US-Botschaft unter germany.usembassy.gov. Die Kosten für das I-20 Form und das so genannte Non-Immigrant-Visum (über Roskos & Meier) tragen die Schüler selbst. Die Gebühren sind online zu bezahlen.
Während ihres Aufenthaltes in Delphos wird den Schülern neben dem Schulbesuch ein Programm geboten, das mehrere kostenlose Besichtigungen, Kurztrips und Freizeitveranstaltungen beinhaltet. Außerdem wird in der Regel eine mehrtägige, allerdings kostenpflichtige Fahrt in eine Stadt (z.B. Chicago) unternommen. Planen Sie dafür etwa 300-400 € extra ein. Die Teilnahme an dieser Fahrt ist Pflicht. Eine Garantie, dass diese Fahrt stattfindet, kann allerdings nicht gegeben werden!
Die Verantwortung für die versicherungstechnische Seite des Auslandsaufenthalts liegt grundsätzlich bei den Schülern und ihren deutschen Familien. Sie sollten daher bei Ihrer Krankenversicherung nachfragen, ob ein solcher Aufenthalt schon abgedeckt ist oder ob eventuell eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden muss. Bei der Einreise in die USA muss ein ausreichender Haftpflichtversicherungsschutz nachgewiesen werden. Fragen Sie bei Ihrer Haftpflichtversicherung nach. Einen entsprechenden Vordruck erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt. Im Falle eines Falles kann auch eine Kurzzeit-Auslands-Unfallversicherung sehr nützlich sein. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung.
Außerdem müssen die deutschen Eltern ein so genanntes "Power of Attorney" unterzeichnen und notariell beglaubigen lassen (bei jeder Siegel führenden Behörde möglich), in dem sie den amerikanischen Gasteltern für die Zeit des Aufenthaltes ihres Kindes in den USA die Erziehungsvollmacht geben. Für eventuelle Kurzreisen sind weitere Vollmachten nötig. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie später von mir.
Welche Kosten kommen auf die deutschen Familien zu?
- Allgemeine Zahlungen:
- Gebühren für I-20 form (200 US-Dollar), Visum (91,70 €) und Städtereise (ca. 300-400 €)
- Flugticket für Hin- und Rückflug, bei größeren Gruppen evtl. anteilige Kosten für das Ticket einer Begleitperson. Die Schüler reisen hin und zurück grundsätzlich gemeinsam als Gruppe.
- Versicherungen (siehe oben)
- Taschengeld (individuell) und Mahlzeiten in der Schule (2 $ pro Schultag, vgl. Menü-Beispiel vom Okt. 2009)
- Gebühren für I-20 form (200 US-Dollar), Visum (91,70 €) und Städtereise (ca. 300-400 €)
- Monatliche Zahlungen:
- Für die Austauschorganisation in Delphos müssen 450 € gezahlt werden, womit die Kosten für Schulgeld (St. John's ist extrem teuer!), Kurztrips, div. Freizeitaktivitäten, Telefon, Porto, Benzin, Leih-Vans, Museumsbesuche etc. bestritten werden. Außerdem wird ein kleiner Teil dieser Summe in einen Fonds gezahlt, der der Partnerschaft Verl-Delphos für besondere Notfälle zur Verfügung steht. Die Betreuerin in Delphos, Ginger Denman (siehe Foto rechts), ist ehrenamtlich tätig und arbeitet unentgeltlich.
- Für die Organisation in Verl zahlen Sie 25 €. Dieser Betrag geht in einen Fonds, aus dem Telefon, Porto, Benzin, Bankgebühren etc. bestritten werden. Frithjof Meißner, der Leiter des Austauschprogramms auf deutscher Seite, ist ebenfalls ehrenamtlich tätig und arbeitet unentgeltlich. Die ganze Sache ist sozusagen sein "Freizeitvergnügen".
- Für "Room & Board", also für Unterkunft und Verpflegung in den Gastfamilien fallen 170 € pro Monat an, die lediglich die tatsächlich anfallenden Mehrkosten der Familien in etwa abdecken.
- Für die Austauschorganisation in Delphos müssen 450 € gezahlt werden, womit die Kosten für Schulgeld (St. John's ist extrem teuer!), Kurztrips, div. Freizeitaktivitäten, Telefon, Porto, Benzin, Leih-Vans, Museumsbesuche etc. bestritten werden. Außerdem wird ein kleiner Teil dieser Summe in einen Fonds gezahlt, der der Partnerschaft Verl-Delphos für besondere Notfälle zur Verfügung steht. Die Betreuerin in Delphos, Ginger Denman (siehe Foto rechts), ist ehrenamtlich tätig und arbeitet unentgeltlich.
Die Zahlungsmodalitäten erfahren Sie zu einem späteren Zeitpunkt.
Wie bewerbe ich mich?
Sollten Sie sich dazu entschließen, Ihrem Kind einen Aufenthalt in Delphos zu ermöglichen, so beachten Sie bitte den folgenden zeitlichen Ablauf der Bewerbung:
- Informationsveranstaltung: Da der Delphos-Aufenthalt in den Sommerferien zwischen dem 9. und 10. Schuljahr beginnt und wir einen recht großzügig bemessenen Vorlauf benötigen, findet schon im Herbst des Vorjahres ein Informationsabend für die Schüler der 9. Klassen und deren Eltern im Gymnasium Verl statt. Den Termin erfahren Sie rechtzeitig durch die Schule. Bei dieser Veranstaltung gibt Ihnen Frithjof Meißner, der Vorsitzende der Partnerschaft und Leiter des Austauschprogramms, alle notwendigen Informationen und steht Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung.
Denken Sie daran: Die Anwesenheit des Schülers und mindestens eines Elternteils bei der Informationsveranstaltung ist Voraussetzung für eine Bewerbung!
- Bewerbung an der Schule: Die Schüler schreiben ihre Bewerbung auf 4 bis 5 DIN-A4-Blättern:
- Blatt 1: Kurzes formloses Bewerbungsschreiben, gerichtet an den Vorsitzenden der Partnerschaft (President of the Friendship Link) Frithjof Meissner, in dem neben einer allgemeinen Vorstellung der Person vor allem die Gründe dargelegt werden, warum man sich für diesen Auslandsaufenthalt bewirbt.
- Blatt 2: Vollständige persönliche Daten in tabellarischer Form – so genannter CV – mit einem (elektronisch eingefügten, also nicht aufgeklebten) Passbild in der rechten oberen Ecke.
- Blatt 3: Ausführlicher (!) Brief an die Gastfamilie in spe, dessen Inhalt völlig freigestellt ist.
- Blatt 4-5: Ein bis zwei Fotoseiten mit Bildern aus dem persönlichen Umfeld, z.B. von Familie, Wohnung, Haustieren, Freunden, Hobbys… Erklärende Bildunterschriften nicht vergessen!
Denken Sie daran, dass die Bewerbung die einzige Information ist, die die zukünftigen Gasteltern bekommen, um zu entscheiden, welchen Schüler sie aufnehmen! Daher ist eine aussagekräftige Bewerbung sehr wichtig.
Achtung: Die Gesamt-Dateigröße ist auf maximal 5 MB beschränkt! Bewerbungen, die einen größeren Speicherplatz belegen oder auf andere Weise nicht den o.g. Vorgaben entsprechen, werden nicht bearbeitet!
Wichtig: Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen bis zur Deadline, die bei der Informationsveranstaltung mitgeteilt wird, in der Schule eingereicht werden!
- Blatt 1: Kurzes formloses Bewerbungsschreiben, gerichtet an den Vorsitzenden der Partnerschaft (President of the Friendship Link) Frithjof Meissner, in dem neben einer allgemeinen Vorstellung der Person vor allem die Gründe dargelegt werden, warum man sich für diesen Auslandsaufenthalt bewirbt.
- Schulinterne Auswahl: Ein Komitee aus mehreren Lehrkräften der Schule – darunter die jeweiligen Klassen- und Englischlehrer – entscheidet, welche Schüler für das Austauschprogramm geeignet sind und trifft so eine Vorauswahl. Das Gymnasium Verl gibt die für geeignet befundenen Bewerbungen an Frithjof Meißner, den Leiter des Austauschprogramms, weiter.
- Auswahl im Gastland: Die Daten derjenigen Schüler, die ausgewählt wurden, werden per E-Mail nach Delphos übermittelt, wo die endgültige Auswahl getroffen wird. Die Bewerbungsmappen der ausgewählten Schüler werden dann per Luftpost nach Delphos versandt. Die ausgeschiedenen Schüler werden darüber informiert, dass sie "aus dem Rennen" sind.
- Suche der Gastfamilien: Nun beginnt die Betreuerin vor Ort in Delphos damit, Gastfamilien für das Austauschprogramm zu suchen und die Schüler in die Familien zu vermitteln. Die potentielle Gastfamilie bekommt alle zur Wahl stehenden Bewerbungen zu sehen und wählt sich ihr "Gastkind" aus. Die erste Kontaktaufnahme zwischen Gastfamilie und deutschem Schüler findet statt. Die Suche nach Gastfamilien endet in der Regel Ende Februar, spätestens jedoch zu Ostern. Die Schüler, die nicht vermittelt werden konnten, werden benachrichtigt.
- Vortreffen: Für diejenigen Schüler, für die eine Gastfamilie gefunden werden konnte, findet kurze Zeit später ein Vortreffen statt, in dem es um die Buchung der Flüge, das Visum, die erforderlichen Vordrucke, die Zahlungsmodalitäten und weitere organisatorische Einzelheiten geht.
Außerdem wird der Vertrag, den die deutschen Familien mit der Partnerschaftsorganisation über den Austausch abschließen, ausführlich erläutert. Er ist bis spätestens eine Woche nach dem Vortreffen unterschrieben und in dreifacher Ausfertigung einzureichen. Da der Vertrag ausschließlich in englischer Sprache vorliegt und damit Eltern und Schüler genau wissen, was auf sie zukommt, können Sie sich hier den vollständigen Vertrag herunterladen und ihn in Ruhe studieren. Bitte lassen Sie sich von den Details nicht abschrecken; in den USA herrschen nun einmal andere Normvorstellungen als bei uns und da wir Gäste in einem fremden Land sind, ist es an uns, uns an die Gegebenheiten des Gastlandes anzupassen!
- Anlauf des Programms: In der Folgezeit werden die I-20-Forms aus Delphos geschickt, das Visum beantragt, die Flüge gebucht, die Formulare und Vordrucke ausgefüllt... Während der ganzen Zeit bis zur Abreise halten die Schüler regen Kontakt zu ihren Gastfamilien. In den Sommerferien reisen die jungen Verler dann zu ihrem 4-monatigen Delphos-Aufenthalt in die USA.
Merkblätter
Hier gibt es zusätzlich ein Merkblatt (pdf, 207 KB) zum USA-Aufenthalt in der Klasse 10 als Download, in dem Sie alle oben angeführten Informationen noch einmal in Ruhe nachlesen können.
Da im Schuljahr 2010/11 die Schüler der 11. Klassen auch noch die Möglichkeit haben, am Delphos-Austausch teilzunehmen, finden Sie hier ein spezielles Merkblatt für die G9-Schüler (pdf, 207 KB) des so genannten Doppeljahrgangs.
Kontakt
Sollten Sie trotz der umfangreichen Informationen auf dieser Seite noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an Frithjof Meißner, den Leiter des Austauschprogramms, unter der E-Mail-Adresse meissner@amerikanetz.de. Er wird sich bemühen, Ihnen so schnell wie möglich weiterzuhelfen.
Da Herr Meißner allerdings häufig auf Reisen ist, kann es schon einmal 8-10 Tage dauern, bis Sie Antwort erhalten. Aus diesem Grunde besteht die Möglichkeit, ihn in sehr dringenden Fällen auch unter seiner Handynummer +49-172-9591968 zu erreichen.
Delphos St. John's – eine sportliche Schule
An der St. John's High School wird Sport ganz groß geschrieben. Die Football-Mannschaft ist absolute Spitze. In manchen Jahren blieben sie die ganze Saison über ungeschlagen und waren schon mehrere Male "State Champions" — mit einem Wort: ein Ausnahmeteam!
Aber nicht nur die "Jays", wie sie von der Fangemeinde genannt werden, machen eine gute Figur im Schulsport; auch die Baseball- und Softball-Teams, die Basketballer, die Gewichtheber usw. sind richtig gut.
Wenn es auf den Freitagabend zugeht, gehört es in Delphos einfach dazu, dass man sich beim Match trifft und zusammen mit den Cheerleadern die eigene Mannschaft nach Kräften anfeuert. Der High-School-Sport spielt in den USA eine ungleich größere Rolle als der Schulsport in Deutschland. Die Spiele sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens jeder amerikanischen Kleinstadt... und in Delphos vielleicht noch ein wenig mehr als anderswo.
Gut, werden sich die angehenden Austauschschüler denken, da werde ich ja jede Menge Schulsport machen können! Nun, dem ist nicht so. Es besteht eine Regelung seitens der Schulbehörden in Ohio, dass Gastschüler nicht am normalen Schulsport teilnehmen dürfen. Das hat angeblich etwas mit versicherungsrechtlichen Dingen zu tun, aber so richtig versteht niemand, warum es so ist. Die Tatsache allerdings bleibt bestehen.
Doch man braucht keine Angst zu haben, dass man sich durch die ganzen Hamburger und all die anderen "Spezialitäten" der amerikanischen Küche zu viele Pfunde auf die Rippen packt, denn nach der Schule gibt es eine Menge Möglichkeiten, Sport zu treiben. Delphos hat viele Sportvereine, es gibt Tennisplätze und vieles mehr. Wenn alle Stricke reißen und die eigene Lieblingssportart sollte nicht vertreten sein, so bietet die Landschaft rund um Delphos genügend Möglichkeiten zum Joggen oder Walken. Auch die breiten Gehwege in der Stadt (so etwas gibt es bei uns allenfalls in Parkanlagen) eignen sich hervorragend für ein lockeres Lauftraining.
Die St. John's High School verfügt über eine sehr gut ausgestatteten Kraftraum von beachtlicher Größe. Da könnten manche deutschen Großraum-Fitness-Studios sich eine Scheibe von abschneiden! Dieser Weightlifting Room genannte Fitness-Bereich kann auch von den deutschen Gastschülern uneingeschränkt genutzt werden. Wenn man dort ein wenig Muskeln aufbaut, kommt man sehr leicht mit den amerikanischen Schülern ins Gespräch und kann Kontakte knüpfen; also sicher eine gute Idee, dort mal reinzuschauen.
Außerdem ist da ja auch noch die Delphos St. John's Marching Band (DSJMB), die jeden Austauschschüler, der ein Instrument beherrscht, gerne in ihren Reihen willkommen heißt. Ist man Mitglied in der Marching Band, kommt man kostenlos zu jedem Spiel, was besonders bei den Auswärtsspielen interessant ist. Die Band hat nicht nur schicke Uniformen, sondern ist für ihre Perfektion weit über die Grenzen des Countys hin bekannt. Dort mitzumachen, ist ein echter Gewinn, denn man erlebt herzliche Kameradschaft und hat eine Menge Spaß. Die DSJMB ist einfach "cool".
Die Rolle der Katholichen Kirche in Delphos
Die Geschichte der Stadt spricht hier eine deutliche Sprache. Delphos wurde von den aus Verl stammenden Brüdern Ferdinand und Johannes Otto Bredeick im Jahre 1845 gegründet. Johannes, auf Englisch "John", war katholischer Pastor und als Domkapitular in Osnabrück tätig, als er seinen Bruder in die neue Welt schickte, um Land für die Gründung einer Siedlung zu kaufen. Später folgte er ihm nach, begründete die erste Kirche am Ort, die er seinem Namenspatron "John The Evangelist" weihte, und taufte im Jahre 1851 die neue Stadt auf den Namen "Delphos".
Dieser aus dem Alt-Griechischen abgeleitet Begriff (adelphos = Bruder) sollte daran erinnern, dass alle Menschen Brüder sind und die Siedlung im Nordwesten Ohios zur "Stadt brüderlicher Liebe" machen. Ein Gedanke, der heute aktueller ist denn je und auch ein ganz besonderes Licht auf unsere Städtepartnerschaft wirft. Father Bredeick selbst lebte die brüderliche Liebe übrigens sehr real und praktisch: Er überließ den zumeist bitterarmen Ankömmlingen aus Westfalen Farmland zum Selbstkostenpreis und – mehr noch – er nahm erst dann das Geld dafür an, wenn die Familien genug erwirtschaftet hatten, um ihr Land ohne Probleme bezahlen zu können, oft erst Jahre nach dem Kauf.
Die ersten Siedler waren ausschließlich Katholiken aus Verl und aus dem Osnabrücker Land; noch heute zeugt ein Blick in das Telefonbuch von Delphos davon, dass hier ganz starke westfälische Wurzeln sind, denn sehr viele Namen sind einem vertraut. Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche andere Religionsgemeinsschaften am Ort, doch bilden die Katholiken nach wie vor eine deutliche Mehrheit.
Und anders als in vielen Gegenden Deutschlands, in denen die Mitgliederzahlen der Kirchengemeinden schrumpfen, spielt die Kirche in Delphos eine wichtige und sehr lebendige Rolle im sozialen Leben des Ortes. Die Menschen sind zumeist tief gläubig und gehen nach alter Väter Sitte – wie es früher auch bei uns üblich war – jeden Sonntag zur Messe.
Natürlich erwarten die Gastfamilien, dass die deutschen Gastschüler am Sonntag mit in die Kirche gehen. Da mag jeder eingestellt sein, wie er will, es ist nicht nur ein Akt der Höflichkeit, die Gasteltern zum Gottesdienst zu begleiten, sondern ein Zeichen des Respekts, ein Begriff, der in Amerika einen weitaus höheren Stellenwert hat als in der Alten Welt.
Da die deutschen Austauschschüler nur zur St. John's High School gehen und Delphos St. John's – wie schon der Name deutlich macht – eine katholische Privatschule ist, sollte sich jeder der Gastschüler in spe mit dem Gedanken vertraut machen, dass die Religion an dieser Schule eine gewichtige Rolle spielt, wie der rechts oben stehende Schnappschuss aus dem Schulgebäude anschaulich zeigt.
Der Schultag beginnt mit einem Gebet und das Fach Religion ist Pflicht für alle. Wer damit nicht umgehen kann und sich nicht getreu dem Motto "When you are in Rome, do as the Romans do" an die Gegebenheiten im Gastland und an die Vorstellungswelt der Gastgeber anpassen kann, der sollte sich bitte nicht bewerben. Die Organisation des Austausches ist schwierig genug und die Betreuung der Gastschüler ist sehr zeitaufwändig; da wären Schüler, die in dieser Hinsicht nicht flexibel und tolerant sind, das letzte, was die Organisatoren auf beiden Seiten des Atlantiks brauchten, denn in einem solchen Fall sind gravierende Probleme, die fast sicher auf eine vorzeitige Rückreise hinauslaufen, vorprogrammiert!
Betrachten wir es doch einmal von der anderen Seite: Es ist eine wunderbare Erfahrung, ganz und gar in die Gesellschaft eines fremden Landes einzutauchen und in einer Gastfamilie mit all ihren Sitten, Gebräuchen und Vorstellungen heimisch zu werden. Das aber kann man nur erleben, wenn man sich auf neue Menschen und Situationen einlässt; nur dann ist man letzten Endes im Gastland "angekommen".
In diesem Sinne freut sich der Vorsitzende der Städtepartnerschaft, Frithjof Meißner, auf zahlreiche Bewerbungen für einen Schüleraustausch zwischen Verl und Delphos.
Links
Zum Schluss noch einige Links zu unserer "Twin City" Delphos. Sie finden hier Informationen rund um die Schulen, die Verwaltung und andere Einrichtungen in der Partnerstadt. Klicken Sie sich doch mal rein:
St. John The Evangelist Roman Catholic Church
Delphos St. John – Catholic Schools
Delphos St. John's High School (DSJ)
Delphos St. John's Marching Band (DSJMB)
Delphos City Schools
Delphos Jefferson High School (DJHS)
The City of Delphos "America's Friendliest City"
The Delphos Herald (Lokalzeitung – alle Artikel online)
WDOH 107.1 Lite Rock (Lokalradio)
Tri County Amateur Radio Club (Amateurfunker)
Delphos Public Library
The History of Delphos, Ohio (Delphos Historical Society)
Window to the Past (Robert Holdgreve)
The Delphos Museum of Postal History
Delphos bei 'American Towns' (Lokalinformationen)
Delphos bei 'AllExperts' (Stadtinformationen)
Miami and Erie Canal (bei AllExperts)
Baked To Perfection (Bakery & Deli)
































